Der zärtliche Fisch

Bei einem Italiener neulich,
nicht ums Eck,
es ist eher Statt von gehobenem Schleck,
schlendert ein Kellner seitwärts
– in seiner Erscheinung wie vom Himmel hernieder –
an unseren Tisch und lobpreist des Tages Fisch,
nein, vielmehr flötet er’s in unsere Gehörgänge,
dass derjenige nicht gebraten, nur gedünstet werden könne,
denn er sei so zärtlich, aber so zärtlich.

Wie herrlich!

Liebe …

… ist gelebte Verantwortung,
ein mutiger Kampf,
eine furchtlose Leidenschaft!
Aber wenn bloß eine Sehnsucht
in die Welt hinein, dann
bleibt sie ein fruchtloses Nichts.