… ist gelebte Verantwortung,
ein mutiger Kampf,
eine furchtlose Leidenschaft!
Aber wenn bloß eine Sehnsucht
in die Welt hinein, dann
bleibt sie ein fruchtloses Nichts.
Die Freiheit der Entscheidung
Zu wissen, was man sagen will,
doch auch, was man nicht.
Und nicht ausgeliefert sein
dem Impuls, und die Gedanken
nicht zurückhalten zu können.
Oder aus Angst nichts zu sagen.
Freiheit ist, bewusst zu sein
in Wort und Tat.
Natürlich …
… bin ich transparent. Ich kann nur meinen Brechungsindex ändern. Also muss man richtig hinschaun, um mich zu erkennen.
Die Tränen des Samurai
Von einem Hügel herab blickt er auf die Zeit,
Sein Schwert in der Hand, sein Haar in den Wind gebannt.
Augen aus Stahl, seine Züge zucken unendlich langsam starr.
Sein Herz im Augenblick verharrt und es doch voller Ruhe rast.
Sein Geist sieht, mit denen er äonenlang gerungen,
Seine Seele jene, mit denen sie je verschmolzen war.
Begehrt, geliebt, erobert, bekommen und oft verloren,
Aber nie in einer Niederlage verkommen.
Gewinnen sein Ziel kaum jemals gewesen,
Nur der Hingabe, ihr ja nie entkommen!
Die Sonne im Rücken und die Sterne des Himmels vor Augen,
Vergessen? Erinnern? Nein, alles wie Gegenwart versponnen.
Vergangenheit und Zukunft in seiner Augen Salzperlen funkeln.
Er lässt sie fallen, er lässt sie schweben, er lässt sie fliegen.
Und dann erhebt er sich und fliegt mit ihnen.
Er liebt sein Leben! Oh, er liebt sein Leben!
Stimmungserwachen
Am Morgen, wenn der Tag beginnt und der Geist sich entscheidet aus der Dämmerwelt ins Jetzt zurückzukehren, räkeln sich in meinem Bewusstsein Gedanken, die sind – so schön und sinnlos -, wie sie sind.
Es fragt sich dann in mir als Beispiel, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn man ihn von seinen Bedürfnissen befreit. Wenn man alles abschält, was seinen Kern umgibt und man kann werfen darauf einen unverschleierten Blick. Und ich sage, dass mich nur dieser Rest interessiert.
Oder, dass, wenn man im Abschied noch Schmerz verspürt, dann noch zu sehr verfangen, krampfhaft verankert in der Vergangenheit. Echter Abschied versöhnlich schwingt, alle Fäden lässt er gehen, um so die Verbindung für immer dem Herzen zu übergeben.
Und dann auch noch das! Warum werde ich, warum nur, in Gesprächen auf die Beschränktheiten der anderen reduziert? Mein Geist wird hohl, aber das bin ich nicht! Es ist bloß die Macht der Leere über mich. Und sobald aus diesem offenen Kerker entkommen, schüttelt sich mein Verstand und erwacht wie aus einer Trance und führt sein Gespräch fort mit sich. Doch niemand kann es hören.