Windungen

Ich frage mich,
wenn Schilf sich wiegt im Winde,
mit ihm tanzt es in der Lüfte Weide?
Will sich in seine Arme schmiegen,
oder sich ihm lieber glatt entschlingen?
Fügt es sich ein wie im Fließen,
oder in Sehnsucht seine Stämme neigen,
um zu finden, um zu nehmen,
nicht durch Strecken gen den Himmel,
doch im Streicheln jenes Windes inne,
vom Glück sanft berührt zu werden.

Rachel …

… wäre dein Name gewesen,
hättest du die Welt erblickt als meine Tochter.
Mit Stolz hätte ich dich so gerufen.
Dieser Klang hätte meine Seele erwärmt.
Rachel wäre dein Name gewesen,
oder ist in einem anderen Leben.

So will ich es nicht!

Hilf mir nicht, wenn es dir passt,
hilf mir auch, wenn du nicht kannst!
Nicht generös, wenn’s dir bequemen,
mit Mitgefühl, weil du’s ehrlich meinst.
Und gibst du mir, wenn du nichts hast,
dann bist du wahrhaftig für mich da.
Von Herz zu Herz, nicht von oben herab.
Nur das ist Liebe, anders nicht!
Und auch ich stehe dir bei,
gar wenn ich kaum noch kann.

Walfreiheit

Luftblasen. Ich schaue sie an. Sie glitzern auf mich herab. Sie tragen nach oben von mir zumindest einen Teil. Leicht perlen sie hinauf. Dann angekommen zerplatzen sie. Und ich schicke welche nach, solange ich noch kann. Und auch ich steige dann auf und verschlucke sie erneut, so dass ich sie unten wieder loslassen kann.

Aufstieg

Stille. Nichts als Farben in einer tonlosen Nacht. Sterne verharren rasend in Bewegungslosigkeit. Blätter rascheln. Tosend ertaste ich meinen Weg hoch hinauf in die Dunkelheit.