Auf Augenhöhe

Wenn
Einsamkeit ein Loch in Herzen reißt,
Sehnsucht Leidenden Verlangen gleißt,
Heißhunger das Büffet der Gier zerlegt,

Völlerei am End in Überdruss vergeht,
Verwunderung all den Glanz bedeckt,
Und Trübsinn durch den Atem renkt,

Erkenntnis erscheint ohne Ringen,

Denn
Gemeinsam Speisen ist mehr als zu verschlingen,
Liebe ist ganz, doch nicht der Ergänzung willen,
Und kein Schmerz ist durch List und Trug zu stillen.

Stummer Blick

Niemand hat etwas zu sagen,
All die, die etwas sagen,
Schweigen für meine Ohren.
Ich habe viel zu sagen,
Doch schweige ich für mich,
Denn hören kann keiner,
Was meine Seele spricht.

Inbrunst!

Eine Explosion,
Ein röhrendes Feuer,
Eine tosende Flamme.

Inbrunst!

Eine Urkraft in der Brust,
Ein Grollen aus der Magengrube,
Ein verzücktes Beben vor Kraft.

Inbrunst!

Eine Poesie des Blutes,
Ein Aufbegehren gegen Gleichmut,
Ein unwiderstehlicher Sog der Leidenschaft.

Inbrunst!

LIEBE