Manchmal denke ich,

dass das Leben nur ein Versteck vor der Wahrheit ist und die Liebe einem dafür die Augen öffnet. Die Liebe zu verlieren, ist wie in die Gefangenschaft des Lebens zurückzukehren.

Magie

Warum die und warum der?
Warum nicht die,
Warum nicht der?
Diese Frage zu stellen,
Der Vernunft entbehrt,
Denn man weiß nicht,
Wie die Liebe wählt.
Sie sieht das Wahre,
Ohne Sinn und ohne Zweck,
Das, was einen
Mit Fanfaren niederstreckt
Und betäubt vor Glück
Und betäubt vor Schmerz!
Aber die Magie,
Die Magie,
Sie endet nie
Und lodert weiter
Selbst ohne Sinn und ohne Zweck.

… es ward Licht und es blieb hell

Mit jeder Enttäuschung, mit jedem Schmerz stirbt man ein bisschen mehr. Das Verbliebene wird geschützt und man hat keinen Mut mehr für wahre, aufgelöste Freude.

Doch was ist die ungetrübte Freude am Leben, die durch Erfüllung dem beschränkten Dasein das Gefühl der zeitlosen Zufriedenheit und des Einklangs mit allem schenkt, wenn nicht die Ewigkeit?

Jeder Tag ist ein Neuanfang im Kontinuum, ein Geschenk, das es anzunehmen gilt, um in Freude zu leben.

Wahr-nehmen

Wieviel wir schauen und doch nicht sehen,
Wieviel wir glauben und doch nicht wissen.
Wenn Freude da ist, ist sie wahr,
Wenn Schmerz, auch nicht besonders rar.
Erkenntnis ist der Blick auf alles,
So wie sie sind und auch nicht anders.

Auf Augenhöhe

Wenn
Einsamkeit ein Loch in Herzen reißt,
Sehnsucht Leidenden Verlangen gleißt,
Heißhunger das Büffet der Gier zerlegt,

Völlerei am End in Überdruss vergeht,
Verwunderung all den Glanz bedeckt,
Und Trübsinn durch den Atem renkt,

Erkenntnis erscheint ohne Ringen,

Denn
Gemeinsam Speisen ist mehr als zu verschlingen,
Liebe ist ganz, doch nicht der Ergänzung willen,
Und kein Schmerz ist durch List und Trug zu stillen.