Die perfekte Suppe

Es heißt, am schwierigsten ist es etwas Einfaches perfekt hinzubekommen. Eine einfache Suppe perfekt zuzubereiten, ist eine Kunst. „Einfach“ ist keine Vereinfachung, vielmehr steckt darin Weisheit, Feingefühl und Erfahrung von Äonen.

Ähnlich verhält es sich mit einer perfekten Umarmung. Sie ist, wie zu Hause ankommen, sich hinsetzen, durchatmen und anfangen zu erzählen und zuzuhören.

Ich esse ungern schlechte Suppen, ich esse sie gar nicht.

David gegen Goliath

Der Kampf des Kindes gegen den Mann tobt in mir.
Nur wer ist groß, und wer ist klein denn hier?
Eine Seele erfüllte mich so lange Zeit,
Jetzt ist sie weg, und zurückließ mich
mit einem Klumpen Gefühl
in einem Körper voller Bedürfnisse,
und ein bisschen Gewissen im Gewühl.
Und wer gewinnt nun, David oder Goliath?
Es ist unwichtig, bloß ein Feigerich bin ich,
mehr nicht.

Mosaikfreundschaften

Von keinem Freud darf man alles verlangen. Keiner kann einem alles fürs Leben bieten. Der eine kann dies, der andere das, so, wie auch ich für den einen dies, für den anderen das gut bieten kann. So ist ein Mosaik auch schön, doch in der Mitte sollte immer die Liebe für alle stehen. Und die eine Liebe sollte in der Mitte stehen!

Und was nun?

Wikipedia:

„Die Pioneer-Plaketten sind zwei goldene Platten, die an Bord der beiden interstellaren Raumsonden Pioneer 10 und Pioneer 11 angebracht sind. Die Plaketten wurden 1972 als Botschaft an Außerirdische in der Hoffnung hergestellt, etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit und ihrer Position im Universum erfahren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist.

Die Platten bestehen aus Aluminium und sind mit Gold beschichtet. Sie sind 228,6 mm × 152,4 mm groß und 1,27 mm dick.

Die auffälligste Abbildung auf der Plakette sind ein Mann und eine Frau.“

Und wie sähe die Plakette heute, also etwa fünfzig Jahre später aus? Mann und Frau? Und wenn nicht, was an deren statt? Oder vielleicht was dazu?

Beweis?

Wenn einem etwas genommen wird, dann fehlt dieses Etwas einem, doch man selbst ist noch da. Wenn es aber heißt „Man nimmt sich das Leben.“, bleibt nach dieser Logik nicht auch etwas erhalten, das Wesentliche, was über dem Leben steht, das Selbst?