Und was nun?

Wikipedia:

„Die Pioneer-Plaketten sind zwei goldene Platten, die an Bord der beiden interstellaren Raumsonden Pioneer 10 und Pioneer 11 angebracht sind. Die Plaketten wurden 1972 als Botschaft an Außerirdische in der Hoffnung hergestellt, etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit und ihrer Position im Universum erfahren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist.

Die Platten bestehen aus Aluminium und sind mit Gold beschichtet. Sie sind 228,6 mm × 152,4 mm groß und 1,27 mm dick.

Die auffälligste Abbildung auf der Plakette sind ein Mann und eine Frau.“

Und wie sähe die Plakette heute, also etwa fünfzig Jahre später aus? Mann und Frau? Und wenn nicht, was an deren statt? Oder vielleicht was dazu?

Beweis?

Wenn einem etwas genommen wird, dann fehlt dieses Etwas einem, doch man selbst ist noch da. Wenn es aber heißt „Man nimmt sich das Leben.“, bleibt nach dieser Logik nicht auch etwas erhalten, das Wesentliche, was über dem Leben steht, das Selbst?

Selfie mit Gott

Die Menschen, vor allem die jungen machen so gerne Selbstporträts hier und da und dort, mit anderen, und posen am liebsten neben A-, B-, C-, …, F-Promis, egal, Hauptsache irgendwie bekannt. Ich frage mich, ist jemals irendwer auf die Idee gekommen, Gott um ein Selfie zu bitten? Und wenn ja, wie könnte es ablaufen? Und wäre der Arm lang genug, damit die Linse zur gleichen Zeit Gott und einen selbst erfasst? Kann man überhaupt neben Gott stehen, oder steht man eher neben sich, wenn man Gott nicht bei sich spürt? Ist diese Suche nach Zugehörigkeit durch A- … F-Surrogate nicht vielmehr ein fehlgeleiteter Ruf nach Gott? Ich meinerseits mag keine Selfies. Wenn ich fotografiere, bin ich dankbar für das Schöne, was ich sehe und festhalten darf. Und in allem Schönen, in allem ist ja Gott, so ist er immer bei mir, um mich herum, in mir.

Mittendrin

Wenn meine Großeltern sich umarmt haben,
habe ich mich als Kind oft zwischen sie geschoben.
Ich wollte auch dazu gehören,
ich wollte ihre Wärme spüren,
ich wollte sein ein Teil von ihnen,
um nicht in der Welt zu frieren.

Himmelsleiter

Ich wünschte, wäre ich doch
ein Hohepriester stolzen Volkes,
zu Göttern sein erhobenes Haupt,
Halt und Trost durch meine Schultern,
die Dankesstimme strahlend Glücks.
Aber niemand braucht noch meine Dienste,
prunkvoll‘ Leere befüllt die Welt,
meine Sprossen bersten leise
und mein Leben dumpf zerfällt.