Was ist es?

Ich habe mich tatsächlich gefragt,
In der Hoffnung auf eine Antwort von mir,

Was Glück ist.

Wenn du an meiner Herzseite schläfst
Und an meiner Rechten gehst?

Oder wenn mich eine Kugel verfehlt
Auf der Suche nach einem wahllosen Ziel?

Ist es Glück zu wissen, wer man ist?
Oder eher zu suchen ungewiss?

Ich weiß es nicht.
Was ist es denn?

Wenn ich es finde,
Zeig‘ ich’s dir.

Komm‘ mit mir!

Der offene Kreis des Lebens

Ich stehe auf einer kleinen Holzbrücke, unter mir fließt ein Bach reinsten Wassers. Darin tummelt sich das Leben, darauf treiben Blätter. Eines dieser Blätter fällt mir besonders auf. Von anmutiger Farbe und schöner Form treibt es nicht mit den anderen mit. Trotz der Strömung verharrt es an einer Stelle. Will es denn nicht weiter, frage ich mich, will es denn nicht vorankommen? Oder ist es da angekommen, wo es sein will? Oder bleibt es da, weil es nicht ankommen will, weil, dort, wo es ankommen würde, nicht bleiben könnte? Oder hat es Angst vor der Unvorhersehbarkeit der Strömung, oder ist es vielmehr seine Stärke, dazu zu stehen, wo man steht? Oder ist dieses Blatt lediglich gefangen in einem Strudel, aus dem kein Entkommen gibt? In einem womöglich selbst heraufbeschworenen Strudel? Sonderbare Gedanken, die mir in den Sinn kommen, und das Gefühl, selbst dieses widerspenstige Blatt zu sein, lässt mich nicht los. Ich schaue noch eine Weile von oben auf das Wasser. Dann komme ich zu mir und gehe weiter und nehme dieses kleine Blatt im Herzen mit. Ich nehme mich mit, ich nehme mich an mich, ich nehme mich an.

Der Wimmel

Wo schweben die Worte, die in keiner Sprache je über die Lippen eines Menschen geboren wurden? Gibt es für sie einen Himmel, wo sie warten, bis der Geist sie in eine Form gießt und ein Mund sie in die Welt entlässt?

Dialog

Ich bin dein Ursprung,
Dein Verderben,
Bin die Liebe,
Bin das Blut,
Dein Verlangen,
All dein Mut.
Ich bin du und
Du bist ich.
Aus meinem Holz
Bist du gemacht.
Bin das Leben und
Der Tod,
Bin die Frau,
In der du warst und
Bin in dir für alle Zeit.
Bin die Mutter,
Die Geliebte,
Die Versuchung,
Die du willst,
Jede Hürde,
Die du nimmst.
Ich bin das Kreuz,
An das du genagelt wirst!

Nein! Du bist
Die Güte und
Mein Beet,
All die Wärme,
Die mir fehlt.
Du bist das Licht
Das mich geleitet,
Und die Luft,
Die mich erhebt!

Wanderer

Als ich am Ende der Welt ankam, war ich enttäuscht, denn es ging nicht weiter. Doch zugleich habe ich mich gefragt, wie gelange ich nach Hause, denn ich komme aus der Unendlichkeit?