Selbstumarmung

Warum sollte ich
meinen Körper, den Tempel,
der meine Seele beherbergt
in diesem Leben, nicht ehren?
Warum sollte ich den Sehnsüchten
meines Geistes erliegen?
Warum nur? Ich tue es nicht.

Zu Hause …

… ist, wo du erwartet wirst,
nicht, weil du etwas tust,
sondern weil du bist.
Zu Hause ist, wo deine Sehnsucht
sich erfüllt in dieser Welt
und dein Herz nicht alleine schlägt.

Antipoden

Ist denn Schwermut nicht ein langsamer, tieftrauriger Abschied vom Leben? Ein Weg ohne Wiederkehr? Und ist Liebe nicht ein fortwährendes Begehr? Die absolute Bejahung des Lebens? Aber die Frage ist doch, können sie denn auch unabhängig voneinander bestehen? Ich denke, wenn dabei ehrliche Leidenschaft im Spiel, nicht, denn wir kippen ja auch selbst, wenn uns kein – auch scheinbar so unpassendes – Gegengewicht hält. Alles auf dieser Welt ist bestrebt, ob belebt oder unbelebt, Fakt oder Idee, sich zusammenzutun mit etwas, was es ergänzt. Und wie kommt die Traurigkeit nun ins Spiel, was ist das Ziel? Sie auf einem Bein hält sich an der Hoffnung fest und die Liebe jagt weiter ihr Begehr.

Verfallen

Ich kann nicht anders, auch wenn ich es versuchte dagegenzuhalten, als die Schönheit, das unausweichlich Ästhetische zu ehren, zu bewundern und gar fatal zu begehren. Ob in der Welt, der Natur, in Museen oder im Leben. Ich kann nicht anders, als die knisternde Harmonie zu lieben. Ich bin ihr verfallen bis zum Verfall, ich weiß es, und ich will es auch nicht anders!

Das Korrektiv

Ist es ein Schwert oder Blitz und Donner?
Ist es ein Schrei, Gebrüll von jung und alt?
Ist das, was die Welt nach vorne treibt?
Nein, Menschlichkeit ist, die uns vereint.
Das Herz wärmt und stützt in Glück und Leid!