Mit welchem Recht wurde ich so, wie ich wurde?
Warum wurden meine Augen braun, meine Finger lang?
Wer hat meinen Willen gebrochen, bevor es ihn gab?
Und warum wurde ich nicht gefragt?
Wer erschuf mich, wie ich bin?
War’s des Zufalls Gleichgültigkeit
Oder doch göttlicher Funke
Aus Humor und Langeweile?
Geständnis
Ich bin zu schwach,
Um nicht zu lieben,
Um nicht zu begehren
Eines Körpers Wärme,
Einer Seele Nähe,
Eines Geistes Licht.
Ich bin zu menschlich,
Um nicht zu denken,
Das Leben sei
Keine bittersüße Lüge,
Kein Geist in der Flasche,
Unentschlossen und wild.
Ich bin aber stark,
Um fest zu glauben
An einen Weg gesäumt
Von Steinen und von Blumen,
Die mich führen
Zum Gefühl zurück.
Wahrheit
Der Widerhall des Lichts
Ist nicht des Spiegels Bild,
Nur das Echo einer Seele
Zeigt unser eigenes Gesicht.
Entfaltung
Es ist nicht einfach zu sein, wer man ist,
Wundern nachzujagen, die es nicht gibt.
Leichtfüßige Spinnereien zu erträumen,
In Naivität zu baden und sich aufzubäumen,
Sobald die Welt einem sagt, so ist es nicht!
Und dennoch an dem Gedanken festzuhalten,
(Denn anders kann es nicht sein als das,
Was einen fesselt und doch glauben lässt.)
Dass sie da sind!
Aber
Man kann sie nicht erzwingen,
Mit aller Macht wird’s nicht gelingen.
Nur auf eigenen Wegen muss man gehen,
Dann werden auch Wunder geschehen.
Es ist nicht einfach zu sein, wer man ist.
Das vierte Element
Ein Fisch versucht im Sandmeer zu schwimmen und vergeht, wo Eidechsen elegant bestehen. Diese ertrinken im Wasser, denn, wie im Sand zu schwimmen, ist das nicht.