„… und dieser Sturm hat Dich einen großen Schritt nach vorne machen lassen, hat Dir ein großes Geschenk gemacht: einen tiefen See an Emotionen, einen Spiegel für den Blick in Deine Seele und eine Entfesselung Deiner selbst – alles wundervoll und schmerzhaft zugleich.“
Liebe ist ein Gedicht
meine Finger gleiten über die Verse deines Körpers
mein Atem schwebt über den Strophen deiner Blicke
ich trinke die Wonne aus den Reimen deiner Lust
Umgewälzt
Ob sich ein Schmetterling erinnert, dass er mal eine Raupe war? Oder warum verzweifelt die Raupe nicht an dem Gedanken, dass sie sich vielleicht von einem schönen Schmetterling zur Raupe zurückverwandelt hat? Woher wissen wir, was die Zukunft bringt, oder warum wollen wir es überhaupt wissen? Warum ist es wichtig? Warum vertrauen wird nicht einfach darauf, dass es richtig ist, wie es ist und dass es gut war, wie es war und gut wird, wie es wird? Und dass wir den Bademantel mit dem Handtuch um den Hals zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort getragen haben? Und dass wir uns nicht fragen sollten, zu was wir uns entwickeln oder was wir wohl vorher waren? Wir sind hier im Jetzt, jeder Tag formt uns, knetet uns, beschenkt uns, nimmt uns aber auch unverhofft vieles weg. So ist es. Ich habe mich oft mitten auf dem Spazierweg hingekniet und mir in Ruhe eine wunderschöne Raupe angeschaut. Ja, sie sind schön, manchmal schöner als der flatterhaft unstete Schmetterling. Ich liebe Raupen und ich liebe Schmetterlinge und ich kann mich erinnern, mal beides gewesen zu sein. Oft gleichzeitig. Wie das Leben, mal schön, mal traurig, mal alles zusammen. Leben halt. Aber Leben!
Ich stehe auch für mich,
Bin mein eigenes Gedicht.
Ein Baum bin ich,
Nein, keine Fee brauche ich.
Die Erinnerung an den Sturm
Nährt und festigt mich,
Erfüllt mich mit Glück,
Denn gelebt habe ich!
Doch gib nicht drauf,
Was jetzt ist,
Stürme vergehen,
Bäume nicht.
Ihre Wurzeln fest verankert
Im Boden trotzen sie dem Wind
Und warten gar geschunden
Auf die Ankunft des Lichts.
Was ist es?
Ich habe mich tatsächlich gefragt,
In der Hoffnung auf eine Antwort von mir,
Was Glück ist.
Wenn du an meiner Herzseite schläfst
Und an meiner Rechten gehst?
Oder wenn mich eine Kugel verfehlt
Auf der Suche nach einem wahllosen Ziel?
Ist es Glück zu wissen, wer man ist?
Oder eher zu suchen ungewiss?
Ich weiß es nicht.
Was ist es denn?
Wenn ich es finde,
Zeig‘ ich’s dir.
Komm‘ mit mir!