Unveränderlichkeitsparadoxon

Könnte ich beten,
An wen richtete ich mich?
Suchte ich Worte,
Welche spräche ich?
Wüsste ich, was ich wollte,
Was nützte es?
Die feststehende Zukunft
Ist das wahre Jetzt.
Also, wozu beten?
Aus Hoffnung, Verzweiflung,
Oder Wut?
Nein, als Liebesbekundung
Und Mut!
Damit ich mich mit dem,
Was ist, versöhne,
Und umarme dich, mich
Und alle!

Bekenntnis

Sollte ich gefragt werden, ob ich glaube, würde ich antworten:

Was ist der Unterschied zwischen glauben und nicht glauben? Ich kenne ihn nicht.

Glaube ist die Hoffnung des Menschen, nicht alleine zu sein, kein Glaube seine Selbstgenügsamkeit.

Doch sollte ich glauben, wie könnte ich mich erdreisten, das nicht Benennbare mit meiner Hoffnung einzuengen?

Sollte ich jedoch nicht glauben, wäre ich nur ein hochmütiger Narr.

Wie könnte ich es denn wissen, dem das Wissen nicht gegeben wurde, ob das Sein ausreicht, etwas außerhalb des Seins als seiend wahrzunehmen? Wie könnte ich es als Ziel meiner Hoffnung ansehen? Oder es gar leugnen?

Beides ist gleich, beschränkt und mit mir vergänglich.

Ich wähle eine Zwischenwelt, wo nichts erfassbar und alles nicht erfassbar ist, wo ich mehr als nur bin, wo auch er nur ist, wo keine Zeit die Grenze, wo der Glaube keine Hoffnung, sondern Gewissheit Liebe ist.

Warum sollte ich also glauben oder nicht glauben? Oder wo ist da der Unterschied? Ich wähle die Welt, in der ich bin.

Selbstbestimmung

Seit Menschengedenken fragt sich Homo sapiens, ob er einen freien Willen hat. Dann ruft er laut: „Ich nehme die Wahl an!“ und fängt an zu leben.

Wut

Auf Gott zu spucken bringt nichts, wenn uns sogar die Spucke von ihm gegeben wurde. Gottes Humor ist aber, dass er die Stelle bestimmt, wo wir ihn treffen, sollten wir es dennoch tun.

Der achte Tag …

Gott erschuf die Welt in sechs Tagen, am siebten Tage ruhte er sich aus.
Doch merkte er, dass seine Schöpfung ihm noch nicht gemütlich genug war, so erschuf er am achten Tage den Balkon.

Verzeiht mir meine Blasphemie und nehmt euch ein Beispiel an unserem Schöpfer. Streckt euch gemütlich aus und beobachtet das Geschehen eures Lebens von oben, denn …

Wenn der Geist still wird, wird die Welt wahrgenommen.
Wenn der Geist wach wird, wird die Welt erschaffen.
Wenn der Geist schaut, wird die Welt zur Realität.
Wenn der Geist eine Realität sieht, ist er nicht wach.

Seid achtsam und geduldig, und lasst euch nicht stören vom Gewusel.