Wenn Einsamkeit
Kein Gefühl wäre, sondern ein Fels
Und Erinnerung bloß ein Blumenfeld,
Dann wär‘ die Erde ein duftender Berg,
Ein Ort für Zwerge, Riesen und vieles mehr.
Mit ihnen tanzte ich den Tanz der Tränen,
Den Tanz der Freude und des Glücks.
Ich tanzte mit geschlossenen Augen,
Mit breiten Armen um die Schatten,
Um zu sehen, was ich will und
Alles, was ich nicht vergessen kann.
Cor dare
Der Mensch ist die einzige Spezies auf Erden,
die ohne Herz leben kann.
Einige hatten nie eines, sie wandeln herzlos durch die Zeit.
Andere haben es verschenkt, so sind sie herzlich durch und durch.
Aber viele haben es einfach verloren und sind voller Herzschmerzen.
Mein Herz wartet irgendwo auf mich,
dass ich es wieder an die Hand nehme.
Ich glaube an mein Herz,
es glaubt auch an mich,
wir finden uns wieder.
Magie
Warum die und warum der?
Warum nicht die,
Warum nicht der?
Diese Frage zu stellen,
Der Vernunft entbehrt,
Denn man weiß nicht,
Wie die Liebe wählt.
Sie sieht das Wahre,
Ohne Sinn und ohne Zweck,
Das, was einen
Mit Fanfaren niederstreckt
Und betäubt vor Glück
Und betäubt vor Schmerz!
Aber die Magie,
Die Magie,
Sie endet nie
Und lodert weiter
Selbst ohne Sinn und ohne Zweck.
Synästhesie der Liebe
Wie schmeckt hell?
Wie klingt salzig?
Wie riecht heiß?
Hell schmeckt von der Sonne beschienenes Haar,
Das sich in der Sommerbrise wiegt.
Salzig klingt die Träne,
Die in einer Lachfalte herunterrollt.
Heiß riecht die Haut,
Die man mit den Augen streichelt.
Die Haare
Die Lachtränen
Die Haut
Der Liebsten
Perspektiven
Was ist besser,
Den Winzer zu lieben
Oder den Wein?
Nach Liebe zu haschen,
Oder am Leben zu naschen?
Was erfüllt mehr,
Des Geistes oder
Des Fleisches Lust?
Ist doch gleich,
Wonach es beliebt.
Im Grunde vereint,
Zur Feier nichts muss,
Doch kann, wenn man will
Und soll, Leben ist Genuss.