Frage

Viele suchen die Liebe und glauben, sie in einer Beziehung finden zu können. Andere haben die Liebe und wollen daraus eine Beziehung bauen. Weder das eine noch das andere muss zum Erfolg führen. Aber wie nennt man den Zustand, wenn beides zusammen da ist? Mit welchem Wort kann man ihn beschreiben?

Beziehungsliebe?
Liebesbeziehung?

Oder einfach nur
wortlos dankbar sein,
weil er so selten ist
und so kostbar?

Ursprung

Reden ist Ablenkung von Schweigen,
Denken ist Ablenkung von Stille,
Streben ist Ablenkung von Ruhe,
Doch die Liebe steht für sich.

Rhetorische Fragen

Hat die Seele bunte Farben,
Und wenn ja,
Kann man sie dann malen?
Hören Taube mein Herz schlagen,
Und wenn ja,
Was können sie darüber sagen?
Bin ich wild und nicht zu fangen,
Und wenn ja,
Welche Hand kann mich denn halten?

Standpunkt

Mein Herz ist treu,
Es kann nicht anders,
Es lebt zeitlos in der Zeit
In Vergangenheit und Zukunft,
Nur das Jetzt ist ihm zu weit.

Mein Herz ist treu,
Es kennt keinen Hass,
Einzig Liebe in ihm erfasst
In Vergangenheit und Zukunft,
Nur das Jetzt ist grad‘ erblasst.

Mein Herz ist treu,
Es singt wie wild,
Sanfte Leidenschaft ist sein Gedicht.
In Vergangenheit und Zukunft,
Auch im Jetzt gezähmt wird es nicht!

Videre

Wir lernen alle irgendwann sehen, mancher schneller, mancher langsamer. Anfangs schauen wir nur und sehen, was wir sehen wollen, was unsere Bedürfnisse oder Vorurteile bedient. Später lernen wir erkennen und irgendwann begreifen wir auch. Schließlich lassen wir los, wir lassen unser krampfhaftes Verlangen nach Anerkennung, Liebe und Schutz los, umarmen uns selbst, spüren uns selbst. Dann breiten wir die Arme aus und erlauben unserem Herzenslicht hinauszutreten. So laden wir endlich diejenigen ein, die ebenfalls sehen können, zumindest uns sehen und wahrhaftig erkennen können, denn erst jetzt erlauben wir es ihnen, erst jetzt legen wir unsere Maske ab. Hoffentlich legen wir unsere Maske ab, denn sonst bleiben wir allein.