Vertrauen

Es ist ein yogischer Grundsatz, dass nicht Glück oder Zufriedenheit als Lebensziel angestrebt werden sollten. Vielmehr haben diese als Fundament zu dienen, auf dem das Leben aufbaut, denn sie sind als Beet für echtes Wachstum, für das Gedeihen unserer Seele unerlässlich. Und sie sind da, auch wenn man sie nicht immer spürt. Auch wenn man einsam ist, sind sie da. Darauf muss man nur vertrauen und sie rufen. Streichelt man sie, so streicheln sie auch zurück.

(ohne Titel)

Wenn Einsamkeit
Kein Gefühl wäre, sondern ein Fels
Und Erinnerung bloß ein Blumenfeld,
Dann wär‘ die Erde ein duftender Berg,
Ein Ort für Zwerge, Riesen und vieles mehr.
Mit ihnen tanzte ich den Tanz der Tränen,
Den Tanz der Freude und des Glücks.
Ich tanzte mit geschlossenen Augen,
Mit breiten Armen um die Schatten,
Um zu sehen, was ich will und
Alles, was ich nicht vergessen kann.

Manchmal denke ich,

dass das Leben nur ein Versteck vor der Wahrheit ist und die Liebe einem dafür die Augen öffnet. Die Liebe zu verlieren, ist wie in die Gefangenschaft des Lebens zurückzukehren.

… es ward Licht und es blieb hell

Mit jeder Enttäuschung, mit jedem Schmerz stirbt man ein bisschen mehr. Das Verbliebene wird geschützt und man hat keinen Mut mehr für wahre, aufgelöste Freude.

Doch was ist die ungetrübte Freude am Leben, die durch Erfüllung dem beschränkten Dasein das Gefühl der zeitlosen Zufriedenheit und des Einklangs mit allem schenkt, wenn nicht die Ewigkeit?

Jeder Tag ist ein Neuanfang im Kontinuum, ein Geschenk, das es anzunehmen gilt, um in Freude zu leben.

Wahr-nehmen

Wieviel wir schauen und doch nicht sehen,
Wieviel wir glauben und doch nicht wissen.
Wenn Freude da ist, ist sie wahr,
Wenn Schmerz, auch nicht besonders rar.
Erkenntnis ist der Blick auf alles,
So wie sie sind und auch nicht anders.