„… und dieser Sturm hat Dich einen großen Schritt nach vorne machen lassen, hat Dir ein großes Geschenk gemacht: einen tiefen See an Emotionen, einen Spiegel für den Blick in Deine Seele und eine Entfesselung Deiner selbst – alles wundervoll und schmerzhaft zugleich.“
Umgewälzt
Ob sich ein Schmetterling erinnert, dass er mal eine Raupe war? Oder warum verzweifelt die Raupe nicht an dem Gedanken, dass sie sich vielleicht von einem schönen Schmetterling zur Raupe zurückverwandelt hat? Woher wissen wir, was die Zukunft bringt, oder warum wollen wir es überhaupt wissen? Warum ist es wichtig? Warum vertrauen wird nicht einfach darauf, dass es richtig ist, wie es ist und dass es gut war, wie es war und gut wird, wie es wird? Und dass wir den Bademantel mit dem Handtuch um den Hals zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort getragen haben? Und dass wir uns nicht fragen sollten, zu was wir uns entwickeln oder was wir wohl vorher waren? Wir sind hier im Jetzt, jeder Tag formt uns, knetet uns, beschenkt uns, nimmt uns aber auch unverhofft vieles weg. So ist es. Ich habe mich oft mitten auf dem Spazierweg hingekniet und mir in Ruhe eine wunderschöne Raupe angeschaut. Ja, sie sind schön, manchmal schöner als der flatterhaft unstete Schmetterling. Ich liebe Raupen und ich liebe Schmetterlinge und ich kann mich erinnern, mal beides gewesen zu sein. Oft gleichzeitig. Wie das Leben, mal schön, mal traurig, mal alles zusammen. Leben halt. Aber Leben!
Dilemma
Sucht das Vollkommene im Unvollkommenen,
Und wisst um das geteilte Vollkommene.
Seht die Facetten des Edelsteins,
Und wisst, der ganze Edelstein seid ihr nicht.
Doch erblickt ihr auch nur den Schimmer des Glanzes,
Ist euch das Licht nicht mehr entbehrlich.
Ich will!
Ein Kinderschrei
Will keinen Brei,
Große Augen
Glänzen hell,
Blicken tief
Und lachen schnell.
Sehen Zukunft,
Hoffen Glück.
Dann ruft er,
Komm endlich
Du mieses Stück!
Komm und nimm
Mich an die Hand,
Zeig mir alles,
Was ich kann,
Was ich werde,
Was ich soll,
Verheimliche mir
Keinen Zoll!
Zeig mir alles,
Was mich schmerzt,
Zeig mir alles …
Nein, geh’ hinweg!
Lass’ mein Leben
Ein Zauber sein,
Lass’ meinen Weg
Nur mir allein!
Vita
Eine verheißungsvoll beginnende Liebe ist wie eine Schneeflocke. Aus dem Himmel landet sie einem auf den Lippen, schmiegt sich an, schmilzt an einem herunter, kalt und heiß wird es einem davon. Sie tränkt einen, doch man kriegt nicht genug von ihr. So schnappt man gierig immer wieder nach ihren Geschwistern, nach der zarten Schmelze der ersten Berührung.
Eine schmerzhaft endende Liebe ist wie ein Schrapnell. Es saust in einen hinein, zerreißt einen von innen, wühlt sich einem in die Knochen. Und wenn man glaubt es endlich vergessen zu haben, drückt das Schicksal auf einen Punkt und ein Stich jagt einem durchs Mark, dass man wankt und begreift, das Schrapnell wird nie verschwinden. Es ist in die Seele eingewachsen und man erinnert sich immer wieder an die letzte Berührung.
Ich wandele auf den Hügeln meines Lebens, schreite durch wogende Ährenfelder meiner Visionen, die Erinnerungen an Schneeflocken streicheln meine Lippen, Schrapnelle wüten in meinem Gebein. Doch blicke ich zum Himmel mit Augen voller dankbarer Tränen.
Egy reményteljesen kezdődő szerelem olyan, mint egy hópehely. A mennyből száll ajkunkra, ránk simul s végigolvad rajtunk, jég és hő önti el testünket. Bár itat, de szomjunkat nem oltja. Sóvárogva kapkodunk húgai után a lágy olvadás első érintése reményében.
Egy fájdalmasan végződő szerelem olyan, mint egy repesz. Belénk süvít, szétcibálja belsőnket, belevési magát csontjainkba. És mikor azt hisszük, végre elfelejtettük, a sors megérint egy pontot és fájdalom hasít velőnkbe, hogy megingunk és felfogjuk, e repesz soha nem fog eltűnni. Összenőtt lelkünkkel, s az utolsó érintés emléke örökké kísért.
Életem dombjain járom utam, vágyálmaim hullámzó búzaföldjén lépkedek, hópelyhek emlékei simogatják ajkamat, repeszek dúlnak csontjaimban. De hálás könnyekkel telt szemeim az égre pillantanak.