bin ich heute geworden, keine lange Zeit. Fünfzigmal die Erde um die Sonne ihre Bahn gezogen, mich fünfzigmal der Frühling begrüßt. Was ist das schon? Ich denke zurück, was habe ich alles erlebt? War ich das überhaupt, oder ist jeder vergangene Tag einer aus dem Leben eines den Tag zuvor Verblichenen? Ich weiß nicht, wer sich erinnert, alles ist so verschwommen, geht unter im Alltag. Besinnung, bitte gib mich nicht auf, stelle mir nach, verfolge mich, erlege mich, ich bin bereit! Wie viele Jahre wird dieser Mensch, der abends täglich stirbt, noch haben? Das ist offen, doch die, die noch kommen mögen, sollen bewusster erlebt, sollen gespürt, erschmeckt, ertastet, ersehen werden. Das wünsche ich mir von mir auf dem Weg zu mir. Gehst du mit mir mit, wer auch immer du bist? Ich reiche dir die Hand, ich will nicht alleine sein.
Stern
Wenn ich
Deine Hand berühre, wird ein Stern geboren,
Küsse ich dich, eine Milchstraße erstrahlt,
Ineinander verschlungen, gleicht dem Universums Hall,
Unsere Seelen verschmolzen, sind wir in Gottes Saal.
Mensch, du bist zu mir gekommen,
Warst in zwei Hälften geteilt,
Seist du nun wiedergeboren,
Im ewigen Licht vereint.
So schreiten wir Hand in Hand,
Von seinem Angesichte fort.
Unsere Körper, unsere Seelen,
Im ewigen Tanze des Lebens!
Kein Tod, kein Verderben,
Kann von uns je nehmen,
Was Gott für uns in Liebe
Vereint.
Berührung
Jede Berührung ist ein Abschied von dem Augenblick.
Jede Berührung ist ein Willkommensgruß an den Augenblick.