Hilf mir nicht, wenn es dir passt,
hilf mir auch, wenn du nicht kannst!
Nicht generös, wenn’s dir bequemen,
mit Mitgefühl, weil du’s ehrlich meinst.
Und gibst du mir, wenn du nichts hast,
dann bist du wahrhaftig für mich da.
Von Herz zu Herz, nicht von oben herab.
Nur das ist Liebe, anderes nicht!
Und auch ich stehe dir immer bei,
gar wenn ich es kaum noch kann.
Walfreiheit
Luftblasen. Ich schaue sie an. Sie glitzern auf mich herab. Sie tragen nach oben von mir zumindest einen Teil. Leicht perlen sie hinauf. Dann angekommen zerplatzen sie. Und ich schicke welche nach, solange ich noch kann. Und auch ich steige dann auf und verschlucke sie erneut, so dass ich sie unten wieder loslassen kann.
Aufstieg
Stille. Nichts als Farben in einer tonlosen Nacht. Sterne verharren rasend in Bewegungslosigkeit. Blätter rascheln. Tosend ertaste ich meinen Weg hoch hinauf in die Dunkelheit.
Unruhe
Davon werden
viele Künstler getrieben.
Sich ihr zu entkommen
ist ihnen ein starkes Anliegen.
Doch zur Ruhe zu kommen
ist dennoch nicht ihr Bestreben.
Und die wenigen, die sie nicht haben,
wähnen sich in Sicherheit dagegen.
Was sie erfüllt, ist jedoch nur Langeweile.
Nicht das heilige Feuer der süßen Ungewissheit.
Spuren
Ich weiß nicht, was ich bin. Vielleicht ein Riese unter meinen Füßen, oder ein Zwerg auf einem Berg. Oder eine Welle, die sich gegen den Wind erhebt. Oder ein Flügel, dem seine andere Seite fehlt. Staub aus dem Äther. Ein Klumpen Hauch, der übrig blieb von meiner Eltern Liebe. Oder der Rest einer Umarmung, die ward nie beendet. Oder für wen auch immer vielleicht auf Erden das Schönste, was vom Himmel fiel. Ich weiß es wirklich nicht. Aber was ich weiß, dass ich fühle, ich bin all das und noch viel mehr! Oder doch bloß ein leuchtend Nichts auf dem Weg von hier zu mir.