Ach, Gott!

… und hat er doch die Welt erschaffen, um in der Ewigkeit nicht allein zu sein. Und hat den Menschen beschenkt mit der Zuversicht auf ewiges Leben, und verflucht mit dem Spüren der Ewigkeit in der Einsamkeit.

Teilwaise

In der Welt liebe ich alles Schöne,
So viel davon umgibt mich von überall her!
Aber auch wenn ich es nur betrachte,
Ertragen ich alleine kann’s kaum noch mehr.
Kindliche Freude lässt meine Brust bersten,
Schiere Schöneslust will sich teilen und geben!
Doch mein Glücksgriff sucht vergeblich andere Hände,
Und mein Blick fängt auch kein Augenpaar in der Nähe!
Nur mein Spiegelbild unter dem weiten blauen Himmel
Summt traurig vor sich hin: man ist alleine auf der Erde.

Humanparadoxon

Wenn man es am dringendsten braucht,
Darf man es sich von niemandem sehnen.
Es heißt, Erfüllung ist nur alleine zu heben,
Erst wenn in sich die Vollständigkeit erlangt,
Ist man bereit Liebe unbelastet zu nehmen.
Reife verlangt nach keiner Ergänzung im Leben!
Nein, rufe ich, ein Mensch ist keiner alleine,
Denn alle brauchen es ewig und überall,
Es ist die Nahrung, wonach jeder verlangt!
„Es gehört mir, könnte verloren gehen,
Alleine bin ich mir genug, es wird nicht geteilt!“
Doch kaum einer hat auch nur für sich genug davon,
Erleuchtet kann man nicht alleine sein, nur zu zweit!
Aber wir verhungern lieber stur mit dem Brot in der Hand,
Und verdursten als Gottes blindes Gefäß … voller Liebe.