Ein Kind zu erziehen, ist nicht, es großzuziehen, es um einen Stab ihre Ranken wachsen zu lassen. Ein Kind zu erziehen, heißt, es zu kultivieren und ihm lediglich zu zeigen, wo der Himmel ist.
Herzkammer
Ich werde immer und immer stiller,
Meine Stimme klingt nur nach innen.
Ich frag‘ mich aber, in welcher Kammer,
Wo bleibt im Herzen die Erinnerung?
Und was bleibt von einer Beziehung?
Eine Stimme, ein Blick?
Oder ein Schrei, ein Streit?
Was gehört zur Liebe und was nicht?
Was flimmert noch im Herzen?
Was treibt es zum Schlagen,
Zum Stottern, zum Anhalten?
Selbstsichtig
… und ich befürchtete, wenn ich die Augen aufmachte, stiegen meine Gedanken wie von Flammen hochgerissene Aschestäubchen gen Himmel. So ließ ich sie zu und beobachtete mich von innen.
Vor der Schöpfung
Ein bewusstloser Sumpf von Gedanken
Ein Allerlei von Nichts
Doch mittendrin die reine Idee von Licht
Nahbügelerfahrung
Wohlmeinende Ratgebende lobpreisen ihre Ratgaben in Ratgebern und treiben einen unerschüttert in die Unwissenheit. Liebevolle Wegweisende lächeln einem Gräten zwischen die Augen und verkünden den allereinzigen Weg zu Glück und Liebe. Taugenichtse glänzen locker, Herzensbrecher springen höher, Tiefsinnige sinken tiefer, und ich denke, die Liebe ist kein Ergebnis einer Liste mit Häkchen „habenwill“ und „unerträglich“. Die Liebe ist einfach. Sie ist einfach da, wenn sie da ist. Unerwartet und unauffällig explodiert sie zum Doppelstern in der Galaxis. Zu Lichtern, die ineinander stürzen und verglühen, oder sich umkreisen auf festen Bahnen, oder sich fortschleudern in die Weite, aber mit verschränkten Seelen immer beieinander bleiben.
Eigentlich finde ich mich langweilig. All dieser Quatsch kommt vom Bügeln. Dampf macht dumm.
Aber ich glaube an die Liebe!