Proxima Centauri

… ist der nächste Stern zur Sonne, am Himmel kaum eine Armlänge weit. Doch warum streben wir in die Ferne, wenn das Licht in uns verweilt? Im Herzen eines Menschen ist der wahre Stern, der Wärme schenkt. Ein Feuer, das umarmt, aber auch mal versengt.

Lux Aeterna Animae!

Als ob

… ich so viele Leben gelebt hätte,
Mit vielen Träumen geschlafen hätte,
Die mich heimsuchten in der Stille,
Oder rumpelnd durch die Nacht
Mich die Sehnsucht getrieben hätte,
Bloß zu sein und nicht zu werden
Zu dem, was gesehen werden will,
Damit ich gesehen werde, wie ich bin.
Als ob ich gewünscht hätte nur
Zu lieben, nicht zu geben,
Statt zu nehmen, zu empfangen
Keine sorgenvollen Gedanken,
Ohne die, die einen jagen und
Schreien, schreien:
Dich lieben kann man nicht!

Als ob ich je gelebt hätte,
Denn so leben kann man nicht.

Sonntagsgebet

Träume, lasset
Bilder aufleuchten,
Erinnerungen aufleben,
Phantasien tanzen.
Singet meine Gefühle,
gebt mir die Hand,
schenket mir Erkenntnis.
Denn ihr seid der Raum
voller Resonanzen
in mir ohne Grenzen
erleuchtet von einer
ewigen Flamme,
die alles weiht,
alles erhebt,
zum Göttlichen führt
in Demut und Liebe.
Amen

Wort für Wort

Liebe mich, doch nicht zu sehr,
Liebe mich, wie ich begehr.
Gib mir Wonne, zeig’ mir Lust,
Ertrage zärtlich meinen Frust.
So bin ich, das musst du wissen,
Das wolltest du doch nicht missen.
Aber wehe, meine Liebe schwindet,
Zu dir mich keine Bande bindet!