Unveränderlichkeitsparadoxon

Könnte ich beten,
An wen richtete ich mich?
Suchte ich Worte,
Welche spräche ich?
Wüsste ich, was ich wollte,
Was nützte es?
Die feststehende Zukunft
Ist das wahre Jetzt.
Also, wozu beten?
Aus Hoffnung, Verzweiflung,
Oder Wut?
Nein, als Liebesbekundung
Und Mut!
Damit ich mich mit dem,
Was ist, versöhne,
Und umarme dich, mich
Und alle!

Ein Kugelblitz

Jagt durch meine Brust,
Sticht in meinen Hals,
Wühlt in meinem Bauch,
Flieht durch meine Augen.

Ich atme ihn ein,
Er saust in mein Herz,
Mein Kopf ist heiß,
Geblendet von Dunkelheit.

Eine Erinnerung
Die Berührung
Der Blick
Wärme

Und jetzt nur
Ein Klumpen Gefühl
Regnet sich frei
In Gefangenschaft.

Schleudertraum

Verfolgt von Wutbescheidenheit
Und Demutschmerz,
Als Beziehungsflüchtling
Ein Liebeslibero.
Habe falsche Engel gejagt,
Mich mit meinen Dämonen verbündet.
Das Karussell versteinert,
Schleudert meinen Traum fort.