Elternliebe

Die Männer, die Väter, die Krieger nehmen ihr Erstgeborenes auf die Hand, heben es empor und verkünden mit fester Stimme und den Blick gen Himmel gerichtet:
„Götter, schaut! Mein Sohn, mein Erstgeborener, er wird Euch dienen, wie ich es tue!“

Die Frauen, die Mütter, die Kriegerinnen nehmen ihr Erstgeborenes in den Arm, legen es an die Brust und flüstern mit weicher Stimme und den Blick auf das Kind gerichtet:
„Schau mein Sohn, mein Erstgeborener, ich bin für Dich da.“

Stern

Wenn ich 
Deine Hand berühre, wird ein Stern geboren,
Küsse ich dich, eine Milchstraße erstrahlt,
Ineinander verschlungen, gleicht dem Universums Hall,
Unsere Seelen verschmolzen, sind wir in Gottes Saal.  

Mensch, du bist zu mir gekommen,
Warst in zwei Hälften geteilt,
Seist du nun wiedergeboren,
Im ewigen Licht vereint.  

So schreiten wir Hand in Hand,
Von seinem Angesichte fort. 

Unsere Körper, unsere Seelen,
Im ewigen Tanze des Lebens! 

Kein Tod, kein Verderben,
Kann von uns je nehmen, 

Was Gott für uns in Liebe
Vereint. 

Liebeslied

Wie ein Planet seiner Sonne,
Wie die Brust ihres Herzens,
Wie eine Lerche ihrer Stimme,
Ein Fluss seines Bettes,
Beraubt
Irre ich umher,
Suche das Pochen,
Singe ich stumm,
Fließe ohne Ziel. 

Fände ich meinen Stern,
Würde ihn umkreisen.
In der Brust, mein Herz, dich
Besingen im Morgengrauen,
Auf dem Fluss des Lebens
Mit dir dahintreiben.  

Sollte ich aufwachen,
Lasst mich schlafen.
Sollte ich sehen,
Lasst mich blind sein,
Sollte ich hören,
Lasst mich taub sein.  

Weg von der wahren Welt! 

Lasst mich schlafen, denn
Im Traum ist dein Licht meins,
Im Traum sind unsere Herzen eins,
Im Traum höre ich deine Stimme,
Im Traum fließe ich mit dir weit. 

Dass mein Stern ewig leuchtet,
Mein Herz ewig schlägt,
Meine Stimme nicht verstummt,
Mein Wasser nicht versiegt.  

Wie die Liebe zu dir,
Die ich bewahren will.