Im Nebel der Tage,
Die Zukunft nur vage,
Vor Augen erscheint.
Erlöse, er löse, löse mich
Gott vom Streit
Der Vergangenheit!
Von hinten nach vorne,
Die Zeit als Abfolge
Nur wenige Worte
Entfernt ein
Ja oder Nein.
Erlöse mich
Gott von der
Unsicherheit!
Zustände
Das Glück ist eine Singularität im Kontinuum des Lebens.
Eine Perle in der Zeit, kein Zustand wie Zufriedenheit.
Man kann es nicht erzwingen, man kann es nicht halten.
Erhellt Körper, Geist und Seele, und zieht weiter ins All.
Es ist ein Schritt, ein Kippen, ein Fallen, ein Fliegen,
Ein Stolpern, ein Schrei, eine Träne, ein Blick.
Es ist ein dynamisches Gleichgewicht,
Sonst erträgt man es nicht.
Sehnsucht
Wer bist du,
Die mir die Seele aus dem Leibe schweigt,
Für die mich in dunklen Stunden die Pein ereilt,
Deren Bild mir immerfort vor Augen schwebt,
Die mich festhält, die ich liebe unentwegt?
Elternliebe
Die Männer, die Väter, die Krieger nehmen ihr Erstgeborenes auf die Hand, heben es empor und verkünden mit fester Stimme und den Blick gen Himmel gerichtet:
„Götter, schaut! Mein Sohn, mein Erstgeborener, er wird Euch dienen, wie ich es tue!“
Die Frauen, die Mütter, die Kriegerinnen nehmen ihr Erstgeborenes in den Arm, legen es an die Brust und flüstern mit weicher Stimme und den Blick auf das Kind gerichtet:
„Schau mein Sohn, mein Erstgeborener, ich bin für Dich da.“
Stern
Wenn ich
Deine Hand berühre, wird ein Stern geboren,
Küsse ich dich, eine Milchstraße erstrahlt,
Ineinander verschlungen, gleicht dem Universums Hall,
Unsere Seelen verschmolzen, sind wir in Gottes Saal.
Mensch, du bist zu mir gekommen,
Warst in zwei Hälften geteilt,
Seist du nun wiedergeboren,
Im ewigen Licht vereint.
So schreiten wir Hand in Hand,
Von seinem Angesichte fort.
Unsere Körper, unsere Seelen,
Im ewigen Tanze des Lebens!
Kein Tod, kein Verderben,
Kann von uns je nehmen,
Was Gott für uns in Liebe
Vereint.