Herzströme

Es gibt so viele Fragen,
Auf die ich keine Antwort habe.
Es gibt so viele Fragen,
Die einen ausfüllen,
Aber nicht erfüllen.
Und andere, die man
Nicht einmal versteht,
Aber wunderschön sind.

Es heißt, man solle das Herz öffnen. Aber wie soll man es öffnen werden, wenn es offen ist? Oder soll man es zunächst verschließen, wenn die alte Einladung auf taube Ohren trifft?. Und soll man Vorhof und Kammer zunächst selbst betreten, bevor die Tür nach außen geöffnet ist?

Und wie kann es sein, dass der Hunger erst gestillt wird, je mehr man von sich gibt, und man umso hungriger wird, je voller man ist? Wie kann es sein, dass man gesättigt wird, wenn man lieben darf und verhungert, wenn die Liebe einen überlädt? Ist die Liebe doch nicht von dieser Welt und wir Menschen wissen es nicht und scheitern unentwegt? Und was haben wir der Anti-Welt geschenkt, in der etwas anderes nicht ist, was es hier ist?

Ursprung

Reden ist Ablenkung von Schweigen,
Denken ist Ablenkung von Stille,
Streben ist Ablenkung von Ruhe,
Doch die Liebe steht für sich.

Das Wahre

Entsteht Zauber wie gerufen?
Oder ist der Mangel zu erdulden?
Kann man lieben richtig wollen?
Oder ihr nur nicht entkommen?
Ich warte, dass die Liebe einkehrt,
Deinen Kopf an meine Brust lehnt,
Wir in uns verschlungen stehen,
Halten, atmen, stützen, tragen,
Und uns all die Tage sagen,
Dieser Traum soll ewig leben,
Im Dialog der Sinne schweben,
Die bunten Farben der Liebe sehen,
Alle Stufen des Lebens nehmen,
Und dass wir nie aufhören zu geben!

(ohne Titel)

Wenn Einsamkeit
Kein Gefühl wäre, sondern ein Fels
Und Erinnerung bloß ein Blumenfeld,
Dann wär‘ die Erde ein duftender Berg,
Ein Ort für Zwerge, Riesen und vieles mehr.
Mit ihnen tanzte ich den Tanz der Tränen,
Den Tanz der Freude und des Glücks.
Ich tanzte mit geschlossenen Augen,
Mit breiten Armen um die Schatten,
Um zu sehen, was ich will und
Alles, was ich nicht vergessen kann.

Erwachen

Am Ufer der Tage
Stehe ich herum,
Eine Welle rollt an
Und reißt mich fort
Wie einen Wurm.
Ich blicke nach oben,
Alles dreht sich um mich.
Nach Luft zu schnappen,
Ist nichts als vergeblich.
So lasse mich treiben,
Wozu noch denken,
Was besser wäre,
Schwimmen oder nur lenken.
Meine Augen sehen Himmel,
Sie sehen auch Erde.
Die Welle setzt mich ab
Auf einem Hügel in Ferne.
Was suche ich hier?
Frag‘ ich die Götter.
Was wollt ihr von mir
Ihr himmlischen Spötter?
Wurzeln schlagen
In diesem Gefilde
Soll ich frohgemut?
Oder weitergehen und
Suchen voller Glut?
Zaudern statt Zauber
Hält mich im Bann,
Bis die Welle anrückt
Vom Berge herab und
Schwemmt mich zurück
An den Rand der Zeit,
Wo ich stehe und staune
Mit leuchtenden Augen
Und eingehüllt in
Flirrendes Gewand.