Am Ufer der Tage
Stehe ich herum,
Eine Welle rollt an
Und reißt mich fort
Wie einen Wurm.
Ich blicke nach oben,
Alles dreht sich um mich.
Nach Luft zu schnappen,
Ist nichts als vergeblich.
So lasse mich treiben,
Wozu noch denken,
Was besser wäre,
Schwimmen oder nur lenken.
Meine Augen sehen Himmel,
Sie sehen auch Erde.
Die Welle setzt mich ab
Auf einem Hügel in Ferne.
Was suche ich hier?
Frag‘ ich die Götter.
Was wollt ihr von mir
Ihr himmlischen Spötter?
Wurzeln schlagen
In diesem Gefilde
Soll ich frohgemut?
Oder weitergehen und
Suchen voller Glut?
Zaudern statt Zauber
Hält mich im Bann,
Bis die Welle anrückt
Vom Berge herab und
Schwemmt mich zurück
An den Rand der Zeit,
Wo ich stehe und staune
Mit leuchtenden Augen
Und eingehüllt in
Flirrendes Gewand.
… es ward Licht und es blieb hell
Mit jeder Enttäuschung, mit jedem Schmerz stirbt man ein bisschen mehr. Das Verbliebene wird geschützt und man hat keinen Mut mehr für wahre, aufgelöste Freude.
Doch was ist die ungetrübte Freude am Leben, die durch Erfüllung dem beschränkten Dasein das Gefühl der zeitlosen Zufriedenheit und des Einklangs mit allem schenkt, wenn nicht die Ewigkeit?
Jeder Tag ist ein Neuanfang im Kontinuum, ein Geschenk, das es anzunehmen gilt, um in Freude zu leben.
Synästhesie der Liebe
Wie schmeckt hell?
Wie klingt salzig?
Wie riecht heiß?
Hell schmeckt von der Sonne beschienenes Haar,
Das sich in der Sommerbrise wiegt.
Salzig klingt die Träne,
Die in einer Lachfalte herunterrollt.
Heiß riecht die Haut,
Die man mit den Augen streichelt.
Die Haare
Die Lachtränen
Die Haut
Der Liebsten
Wahr-nehmen
Wieviel wir schauen und doch nicht sehen,
Wieviel wir glauben und doch nicht wissen.
Wenn Freude da ist, ist sie wahr,
Wenn Schmerz, auch nicht besonders rar.
Erkenntnis ist der Blick auf alles,
So wie sie sind und auch nicht anders.
Axiom
Wenn man wahrhaftig liebt,
wird man zum besseren Menschen.
Wenn man wahrhaftig liebt,
lernt man auch sich selbst zu lieben.