Wenn man sich selbst nicht annimmt,
kann man auch andere nicht annehmen.
Wenn man sich selbst annimmt,
braucht man keine anderen, die einen annehmen.
Wenn man keine anderen braucht,
ist man erst bereit für andere.
Verschmolzen,
dass man nicht weiß,
wo du beginnst,
wo ich ende.
Verschmolzen
mit dir,
mit der Welt,
mit Gott,
aber schlussendlich
mit sich selbst.
Heimfahrt
Unten dunkle Berge mit dunklen Wäldern
Darüber eine blutunterlaufene Wolkendecke
Dazwischen ein Streifen hellblauen Himmels
Zwischen Schatten und Feuer die Verheißung
Entwachsen
Ich brauche einen Sturm,
der an meinen Ästen reißt,
der zieht und zerrt,
mich entwurzelt,
in die Lüfte schmeißt
und fest daran glaubt,
dass auch ein Baum
zu fliegen weiß.
Wenn das Leben einen herumwirbelt …
Ist es denn naiv zu glauben, dass die Liebe zwischen zwei Menschen Bestand haben kann, oder soll man gleich pragmatisch sein und eine Beziehung als Liebes-/Lebensverwaltungsakt betrachten?
Ich bin naiv.