Ein Mensch mäandert mal still,
Mal wild durchs Leben,
Seine Gedanken, seine Gefühle folgen verschlungenen Wegen.
Verlässt er die Welt, sind Worte leer, um ihn zu ehren,
Zu gerade ihr Flussbett, ihre Ufer gebrochen von Tränen.
Nur ein sanftes Gebet zum Himmel stolpert durch die Kehle.
Eine Antwort schlängelt stumm durch den Wolkentanz hernieder
„Ich ging in Liebe“. Sie umarmt die Seele.
Skulpteur
Sinn meines Lebens ist, Wissen weiterzugeben, anzuleiten, zu formen. So gut es geht, so gut ich kann, so gut es mir möglich ist. Alles andere erfüllt mich nicht.
Wahrheit
Der Widerhall des Lichts
Ist nicht des Spiegels Bild,
Nur das Echo einer Seele
Zeigt unser eigenes Gesicht.
Phönix
Sich zu ergeben, ist oft der einzige Weg zu überleben.
Zu kapitulieren und aufzugeben führt als letzter Weg zum Sieg.
Bevor man aufsteht, hat man das Vergangene
in Ehren und Gedenken freizugeben.
Nicht mehr dafür oder dagegen anzukämpfen,
sondern zu neuen Ufern aufzubrechen, umzudenken.
Demütig, doch erhobenen Hauptes auf die Knie zu gehen,
bricht einem nicht den Rücken.
Es beugt ihn nur und das leere Herz hat Platz für Neues.
Herzströme
Es gibt so viele Fragen,
Auf die ich keine Antwort habe.
Es gibt so viele Fragen,
Die einen ausfüllen,
Aber nicht erfüllen.
Und andere, die man
Nicht einmal versteht,
Aber wunderschön sind.
Es heißt, man solle das Herz öffnen. Aber wie soll man es öffnen werden, wenn es offen ist? Oder soll man es zunächst verschließen, wenn die alte Einladung auf taube Ohren trifft?. Und soll man Vorhof und Kammer zunächst selbst betreten, bevor die Tür nach außen geöffnet ist?
Und wie kann es sein, dass der Hunger erst gestillt wird, je mehr man von sich gibt, und man umso hungriger wird, je voller man ist? Wie kann es sein, dass man gesättigt wird, wenn man lieben darf und verhungert, wenn die Liebe einen überlädt? Ist die Liebe doch nicht von dieser Welt und wir Menschen wissen es nicht und scheitern unentwegt? Und was haben wir der Anti-Welt geschenkt, in der etwas anderes nicht ist, was es hier ist?