Solange ich liebe, bin ich ein Mensch.
Solange ich andere spüre, bin ich ein Mensch.
Solange ich in Gedanken fliege, bin ich ein Mensch.
Solange ich bestimme, wie lange ich bin, bin ich ein Mensch.
Solange ich weiß, dass meine Seele ewig lebt, bin ich ein Mensch.
Bekomme ich aber Angst vor Dir, bin ich kein Menschen mehr.
Commitment
Hiermit verpflichte ich mich, dass ich fortan nur das Schöne suchen will. Sicherlich werde ich mich nicht vor dem Erkennen des Bösen und Häßlichen in der Welt verschließen können, aber ich will über nichts urteilen. Meine Traurigkeit werde ich jedoch nicht leugnen, meine Tränen nicht verstecken, wenn unter Menschenhand hilflose Menschen leiden.
Doch werde ich weiter und unerschütterlich meine Überzeugung vertreten, dass überall nur die Liebe die einzig solide Grundlage bildete, auf die man bauen darf und soll. Ich bin nicht bereit zu etwas anderem als Offenherzigkeit und Mitgefühl.
Bin ich naiv und schwach? Mag sein! Aber für mich und auch im Namen der Menschlichkeit gibt es keinen anderen Weg zu allem. Der Weg und das Ziel sind gleich, und sind ihr eigener Begleiter in einem. In Liebe, Amen!
… ich hoffe, ich kann mich daran halten …
David gegen Goliath
Der Kampf des Kindes gegen den Mann tobt in mir.
Nur wer ist groß, und wer ist klein denn hier?
Eine Seele erfüllte mich so lange Zeit,
Jetzt ist sie weg, und zurückließ mich
mit einem Klumpen Gefühl
in einem Körper voller Bedürfnisse,
und ein bisschen Gewissen im Gewühl.
Und wer gewinnt nun, David oder Goliath?
Es ist unwichtig, bloß ein Feigerich bin ich,
mehr nicht.
Berührungen
annehmen
genießen
reizen
weisen
verheißen
zusammen
zucken
lassen
geben
nichts
verlangen
Finger
tasten
Blitze
tanzen
Goldfuß
Das Schwert vom Rücken nehme ich in meine Hand,
Golden und silber strahlt es in der Welt alles an.
Ein Gewand aus Schuppen blau-violett auf meinen Schultern,
Und vor mir stehst Du edler Drache wutentbrannt!
Angekettet an unseren Beinen ein Leben lang
Trieben wir dahin in Pflicht so verrannt.
Nun speist du Feuer, der Panzer mich kaum zu schützen vermag,
Du ziehst und zerrst an Kette und Bein!
Ich leiste Widerstand, stehe fest, wie lange noch?
Sind diese Ketten Fluch oder ein Geschenk von Gott?
Hitze steigt auch in mir hoch, so viel Zweifel an mir nagt.
Wer bist du, goldener Drache, fremd, oder doch von gleicher Statt?
Warum bist du an meiner Seite so unnütz und so lieb zugleich?
Deine Kraft zerrt an mir, ich schwanke, mich bricht aber nicht dein Wut.
Wer bist du, goldener Drache, so wild und so traurig zugleich?
Du schwingst dich in die Lüfte, Stein birst unter meinen Füßen.
Wer bist du, goldener Drache, so stark und so zart zugleich?
Ohnmacht über meinem Geist, mit Dämmerkraft öffne ich die Schelle am Bein.
Flieg davon, ruft der letzte Schatten aus meinem bewussten Sein,
Flieg, auch wenn ich nicht weiß, wer du warst an meiner Seit.
Dann Leben erfüllt erneut mein Fleisch, du schwebst noch bei mir nicht weit.
Wer bist du, goldener Drache, der nun frei und mir doch treu zugleich?
Schließlich erkenne ich dich, ein Segen steigt auf mich herab,
Du bist meine Leidenschaft, die ich zu entfesseln so selten gewagt.
So rufe ich, bleib bei mir, verlass mich, wenn erst das End für mich naht,
Doch jetzt lass uns zusammen steigen, dass sich der Himmel teilt!
Bisher blind und lahmend habe ich deine Flügel verkannt,
Goldener Drache, schärfe mein Schwert, fülle mein Herz mit deiner Macht!