Dimensionen

Für einige ist die Erde noch eine Scheibe, sie haben die geistige Tiefe eines Tellers. Sie sind glücklich.

Andere schweben in ihrem multidimensionalen Ozean transzendenter Träume fernab jeder Realität. Sie sind glücklich.

Ich, von Erkenntnissen geplagt, bin gelähmt. Bin ich glücklich?

Wo ist die Mitte?

 

Blind

Im Nebel der Tage,
Die Zukunft nur vage,
Vor Augen erscheint.
Erlöse, er löse, löse mich
Gott vom Streit
Der Vergangenheit!
Von hinten nach vorne,
Die Zeit als Abfolge
Nur wenige Worte
Entfernt ein
Ja oder Nein.
Erlöse mich
Gott von der
Unsicherheit!

Sehnsucht

Wer bist du,
Die mir die Seele aus dem Leibe schweigt,
Für die mich in dunklen Stunden die Pein ereilt,
Deren Bild mir immerfort vor Augen schwebt,
Die mich festhält, die ich liebe unentwegt?

Liebeslied

Wie ein Planet seiner Sonne,
Wie die Brust ihres Herzens,
Wie eine Lerche ihrer Stimme,
Ein Fluss seines Bettes,
Beraubt
Irre ich umher,
Suche das Pochen,
Singe ich stumm,
Fließe ohne Ziel. 

Fände ich meinen Stern,
Würde ihn umkreisen.
In der Brust, mein Herz, dich
Besingen im Morgengrauen,
Auf dem Fluss des Lebens
Mit dir dahintreiben.  

Sollte ich aufwachen,
Lasst mich schlafen.
Sollte ich sehen,
Lasst mich blind sein,
Sollte ich hören,
Lasst mich taub sein.  

Weg von der wahren Welt! 

Lasst mich schlafen, denn
Im Traum ist dein Licht meins,
Im Traum sind unsere Herzen eins,
Im Traum höre ich deine Stimme,
Im Traum fließe ich mit dir weit. 

Dass mein Stern ewig leuchtet,
Mein Herz ewig schlägt,
Meine Stimme nicht verstummt,
Mein Wasser nicht versiegt.  

Wie die Liebe zu dir,
Die ich bewahren will.