Erfüllung

„God is the wolrd’s place,
not the world is God’s place.“

Genesis Raba 89.9

Kann man denn das auch anders sehen? Denn wäre es andersherum, hieße es, dass es auch etwas Größeres gibt als Gott. Er hat aber keine Ausdehnung, keine Dimensionen, er ist weder unendlich noch endlos. Er IST nicht einmal. Er ist mehr als das Sein. Nur wir sind, und sind eine Projektion eines Ungreifbaren. Aber dennoch ist die Welt sein Ort, denn er ist überall und zugleich außerhalb der Zeit auch woanders als überall.

Polyloge

Schreiben
kann ich kaum noch mehr,
über mich auf keinen Fall.
Doch sagen will ich noch so viel,
zumindest in mich hinein.
Mit alten Wesen rede ich da,
im Geiste Gespräche führe ich.
Sie denken noch darüber nach,
wogegen sie in mir sind all die Zeit.
So bin ich dankbar für jedes Wort
und sonst alles, was mich dort ereilt.

Pentagramm

Und da war eine, die aus allem ständig einen Witz gemacht.

Doch sie war feinfühlig, sogar zu viel für sich,
so  hinter Ironie versteckte sie sich.

Und da war einer, der bisher keine Bindung gekannt.

Doch mit Menschen konnte er so gut,
nur geschätzt hat er sich sehr gering.

Und da war eine, die von Partnern stark verkannt.

Doch auf der Überholspur bisher,
nahm sie nun ihr Leben ungezwungen in die Hand.

Und dann noch eine, die lange alles auf einen Menschen gesetzt.

Doch noch untentschlossen,
will sie Bogen oder lieber Pfeil sein in der Zeit?

Und da war auch ich, und ich war wie ich war,

und sein konnte ohne Reue was,
zu dem ich bisher nicht bereit, einfach frei.

Und wir alle zusammen waren so unendlich stark!

Und auch, wenn getrennt durch weiten Raum,
zeitlos die Erinnerung an uns ist ein Schutzwall in der Vergangenheit.