Innigkeit

Wie fühlt es sich an,
wenn Herzen sich berühren?

Und wie, wenn sie sich umarmen,
gar ineinander schlagen?
Wie fühlt es sich an,
mit der Welt zu verschmelzen,
die Liebe von Gaia zu spüren?
Und wie fühlt es sich an,
in Gott aufzugehen?

Ich weiß es und auch nicht.
Doch weiß ich, dass es
keinen Unterschied macht,
wenn das Gefühl sich ausdehnt,
ob es Mensch, Erde oder Gott ist,
was mich in Liebe aufnimmt und sich
mit mir auf meinen Lebensweg begibt.

Aber ich bin zu schwach, um mich
nur mit einem von ihnen zu begnügen,
denn ich kann nur ganz sein,
wenn auch sie alle für mich da sind.

Knisterruh

Schweigen will ich mit dir,
Nur still schweigen,
Keine Worte aus dem Munde sagen.
Doch will ich, dass die Augen sprechen,
Einander suchen, finden, tief entdecken.
Und will ich, dass die Hände sprechen,
In bewegten Sätzen sich schelmisch necken.
Und ich will, dass der Rest nur zuhört,
Mit Haut und Haaren dem Augenblick frönt.

Entwachsen

Ich brauche einen Sturm,
der an meinen Ästen reißt,
der zieht und zerrt,
mich entwurzelt,
in die Lüfte schmeißt
und fest daran glaubt,
dass auch ein Baum
zu fliegen weiß.

Paradies

Ich bette mein Haupt auf deine Schulter,
Wühle meine Nase in deinen Hals und Nacken
Und atme durch deine Haare tief den Duft der Entspannung ein.

Warum?

Warum können wir nicht lieben?
Warum nur Erwartungen dienen?

Warum nicht einfach nur geben,
Alles mit Leichtigkeit annehmen?

Warum rennen, rennen, nur noch rennen,
Den Alltag über alles stellen?

Warum kleingläubig das Ziel verfehlen,
Statt sich aneinander zu lehnen?

Warum reicht es nicht zu leben,
Hand in Hand durch’s Leben gehen?

Ist’s ein Wagnis zu vertrauen,
Über Enttäuschungen hinwegschauen?

Und diese Liebe, die wir wollen,
Mit voller Brust uns einfach holen?