Präteritum

Einen Wunsch hatte ich im Leben,
Dir meine Liebe zu geben,
Dich auf meine Hand zu legen,
In Deinem Blick zu schweben.

Einen Wunsch hatte ich im Leben,
Dich zu waschen und zu salben,
Meinen Atem mit Dir zu teilen,
Ohne Dich nicht zu weilen.

Einen Wunsch habe ich im Leben,
Auf der Wiese in der Weite,
In der Sonne durch ’ne Brise,
Eine goldene Blume zu sehen.

Phönix

Sich zu ergeben, ist oft der einzige Weg zu überleben.
Zu kapitulieren und aufzugeben führt als letzter Weg zum Sieg.
Bevor man aufsteht, hat man das Vergangene
in Ehren und Gedenken freizugeben.
Nicht mehr dafür oder dagegen anzukämpfen,
sondern zu neuen Ufern aufzubrechen, umzudenken.
Demütig, doch erhobenen Hauptes auf die Knie zu gehen,
bricht einem nicht den Rücken.
Es beugt ihn nur und das leere Herz hat Platz für Neues.

Ursprung

Reden ist Ablenkung von Schweigen,
Denken ist Ablenkung von Stille,
Streben ist Ablenkung von Ruhe,
Doch die Liebe steht für sich.

Rhetorische Fragen

Hat die Seele bunte Farben,
Und wenn ja,
Kann man sie dann malen?
Hören Taube mein Herz schlagen,
Und wenn ja,
Was können sie darüber sagen?
Bin ich wild und nicht zu fangen,
Und wenn ja,
Welche Hand kann mich denn halten?

Standpunkt

Mein Herz ist treu,
Es kann nicht anders,
Es lebt zeitlos in der Zeit
In Vergangenheit und Zukunft,
Nur das Jetzt ist ihm zu weit.

Mein Herz ist treu,
Es kennt keinen Hass,
Einzig Liebe in ihm erfasst
In Vergangenheit und Zukunft,
Nur das Jetzt ist grad‘ erblasst.

Mein Herz ist treu,
Es singt wie wild,
Sanfte Leidenschaft ist sein Gedicht.
In Vergangenheit und Zukunft,
Auch im Jetzt gezähmt wird es nicht!