Ursprung

Reden ist Ablenkung von Schweigen,
Denken ist Ablenkung von Stille,
Streben ist Ablenkung von Ruhe,
Doch die Liebe steht für sich.

Rhetorische Fragen

Hat die Seele bunte Farben,
Und wenn ja,
Kann man sie dann malen?
Hören Taube mein Herz schlagen,
Und wenn ja,
Was können sie darüber sagen?
Bin ich wild und nicht zu fangen,
Und wenn ja,
Welche Hand kann mich denn halten?

Standpunkt

Mein Herz ist treu,
Es kann nicht anders,
Es lebt zeitlos in der Zeit
In Vergangenheit und Zukunft,
Nur das Jetzt ist ihm zu weit.

Mein Herz ist treu,
Es kennt keinen Hass,
Einzig Liebe in ihm erfasst
In Vergangenheit und Zukunft,
Nur das Jetzt ist grad‘ erblasst.

Mein Herz ist treu,
Es singt wie wild,
Sanfte Leidenschaft ist sein Gedicht.
In Vergangenheit und Zukunft,
Auch im Jetzt gezähmt wird es nicht!

Proxima Centauri

… ist der nächste Stern zur Sonne, am Himmel kaum eine Armlänge weit. Doch warum streben wir in die Ferne, wenn das Licht in uns verweilt? Im Herzen eines Menschen ist der wahre Stern, der Wärme schenkt. Ein Feuer, das umarmt, aber auch mal versengt.

Lux Aeterna Animae!

Als ob

… ich so viele Leben gelebt hätte,
Mit vielen Träumen geschlafen hätte,
Die mich heimsuchten in der Stille,
Oder rumpelnd durch die Nacht
Mich die Sehnsucht getrieben hätte,
Bloß zu sein und nicht zu werden
Zu dem, was gesehen werden will,
Damit ich gesehen werde, wie ich bin.
Als ob ich gewünscht hätte nur
Zu lieben, nicht zu geben,
Statt zu nehmen, zu empfangen
Keine sorgenvollen Gedanken,
Ohne die, die einen jagen und
Schreien, schreien:
Dich lieben kann man nicht!

Als ob ich je gelebt hätte,
Denn so leben kann man nicht.