Wenn Einsamkeit
Kein Gefühl wäre, sondern ein Fels
Und Erinnerung bloß ein Blumenfeld,
Dann wär‘ die Erde ein duftender Berg,
Ein Ort für Zwerge, Riesen und vieles mehr.
Mit ihnen tanzte ich den Tanz der Tränen,
Den Tanz der Freude und des Glücks.
Ich tanzte mit geschlossenen Augen,
Mit breiten Armen um die Schatten,
Um zu sehen, was ich will und
Alles, was ich nicht vergessen kann.
Unverklungen
Ich erinnere mich an deinen Herzschlag,
Wie ich ihm atemlos lauschte,
Wie mein Ohr an deiner Brust klebte,
Wie ich vor Ehrfurcht erstarrte.
Mein Kopf hob und sank mit deinem Atem,
Auf und ab und auf und ab.
Ich roch deine Haut,
Lag selig auf den Wellen deiner Lebensmusik.
Dein Herz rattert, rumpelt, pocht und gurgelt,
Trotzig, wild, entschlossen, stark.
Anlauf, Pause, Anlauf, Pause,
Und trägt dich, trägt dich, so weit es geht.
Und jetzt?
Ich erinnere mich an deinen Herzschlag,
Wie ich ihm atemlos lauschte.
Dein Herz schlägt nun ohne mich.
Alte Seele
Warum weinst du?
Ich habe etwas im Auge.
Was?
Gefühl
Du sollst aber nicht reiben.
Würde es denn helfen?
Nein
Synästhesie der Liebe
Wie schmeckt hell?
Wie klingt salzig?
Wie riecht heiß?
Hell schmeckt von der Sonne beschienenes Haar,
Das sich in der Sommerbrise wiegt.
Salzig klingt die Träne,
Die in einer Lachfalte herunterrollt.
Heiß riecht die Haut,
Die man mit den Augen streichelt.
Die Haare
Die Lachtränen
Die Haut
Der Liebsten
Axiom
Wenn man wahrhaftig liebt,
wird man zum besseren Menschen.
Wenn man wahrhaftig liebt,
lernt man auch sich selbst zu lieben.