Inbrunst!

Eine Explosion,
Ein röhrendes Feuer,
Eine tosende Flamme.

Inbrunst!

Eine Urkraft in der Brust,
Ein Grollen aus der Magengrube,
Ein verzücktes Beben vor Kraft.

Inbrunst!

Eine Poesie des Blutes,
Ein Aufbegehren gegen Gleichmut,
Ein unwiderstehlicher Sog der Leidenschaft.

Inbrunst!

LIEBE

Ja

Wie die Erinnerung an eine Scheibe Brot,
Dessen Geschmack noch am Gaumen hängt
Und man sich fragt,
Habe ich denn wirklich jemals gespeist?
Wie die Erinnerung an einen Schluck Wein,
Dessen Süße noch die Kehle kühlt
Und man sich fragt,
Habe ich denn wirklich jemals getrunken?
Wie die Erinnerung an einen Kuss,
Dessen Zartheit noch die Seele berührt
Und man sich fragt,
Habe ich denn wirklich jemals geliebt?

Innere Stimme

Vater unser, der du bist im Himmel,
Gesegnet sei mein Leben,
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
Gelindert werde mein Leid,
Wie im Himmel, also auf Erden,
Die Kraft des Glaubens erleuchte mich.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Dein Wort nähre meine Seele.
Und vergib uns unsere Schuld,
Und vergib mir meine Schuld!
Wie wir vergeben unseren Schuldigern.
Wie ich versuche mir zu vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
Und Führe mich zu dir,
Sondern erlöse uns von dem Übel,
Erlöse mich vom Schmerz,
Denn dein ist das Reich
Nimm meine Hand,
Und die Kraft
Stehe mir bei,
Und die Herrlichkeit
Ich will in dir aufgehen
In Ewigkeit.
In Liebe.
Amen!
Vater, verlass’ mich nicht!