Träume, lasset
Bilder aufleuchten,
Erinnerungen aufleben,
Phantasien tanzen.
Singet meine Gefühle,
gebt mir die Hand,
schenket mir Erkenntnis.
Denn ihr seid der Raum
voller Resonanzen
in mir ohne Grenzen
erleuchtet von einer
ewigen Flamme,
die alles weiht,
alles erhebt,
zum Göttlichen führt
in Demut und Liebe.
Amen
Trost
Wofür lohnt es sich zu leben?
Tag für Tag den Weg zu gehen?
Es lohnt sich dafür, weil man weiß,
Es gibt Dinge, wofür sich‘s lohnt,
Dass die Sonne aufgeht und der Mond,
Deren Leuchten uns liebkost,
Dass der Engel nachts herkommt
Und flüstert leise in den Traum,
Ich bin da und beschütze dich,
Leg‘ dein Haupt auf meine Schwingen,
Denn alleine bist du nicht.
Vertrauen
Es ist ein yogischer Grundsatz, dass nicht Glück oder Zufriedenheit als Lebensziel angestrebt werden sollten. Vielmehr haben diese als Fundament zu dienen, auf dem das Leben aufbaut, denn sie sind als Beet für echtes Wachstum, für das Gedeihen unserer Seele unerlässlich. Und sie sind da, auch wenn man sie nicht immer spürt. Auch wenn man einsam ist, sind sie da. Darauf muss man nur vertrauen und sie rufen. Streichelt man sie, so streicheln sie auch zurück.
Gedanken einer weisen Frau
„Menschen haben das Recht auf Fehler.
Schön, wenn sie sie erkennen, daran wachsen und Erkenntnisse daraus ziehen.
Sind wir nicht alle gleich schwach, manchmal armselig, manchmal zu großen Taten fähig?“
Erwachen
Am Ufer der Tage
Stehe ich herum,
Eine Welle rollt an
Und reißt mich fort
Wie einen Wurm.
Ich blicke nach oben,
Alles dreht sich um mich.
Nach Luft zu schnappen,
Ist nichts als vergeblich.
So lasse mich treiben,
Wozu noch denken,
Was besser wäre,
Schwimmen oder nur lenken.
Meine Augen sehen Himmel,
Sie sehen auch Erde.
Die Welle setzt mich ab
Auf einem Hügel in Ferne.
Was suche ich hier?
Frag‘ ich die Götter.
Was wollt ihr von mir
Ihr himmlischen Spötter?
Wurzeln schlagen
In diesem Gefilde
Soll ich frohgemut?
Oder weitergehen und
Suchen voller Glut?
Zaudern statt Zauber
Hält mich im Bann,
Bis die Welle anrückt
Vom Berge herab und
Schwemmt mich zurück
An den Rand der Zeit,
Wo ich stehe und staune
Mit leuchtenden Augen
Und eingehüllt in
Flirrendes Gewand.