Die Tränen des Samurai

Von einem Hügel herab blickt er auf die Zeit,
Sein Schwert in der Hand, sein Haar in den Wind gebannt.
Augen aus Stahl, seine Züge zucken unendlich langsam starr.
Sein Herz im Augenblick verharrt und es doch voller Ruhe rast.
Sein Geist sieht, mit denen er äonenlang gerungen,
Seine Seele jene, mit denen sie je verschmolzen war.
Begehrt, geliebt, erobert, bekommen und oft verloren,
Aber nie in einer Niederlage verkommen.
Gewinnen sein Ziel kaum jemals gewesen,
Nur der Hingabe, ihr ja nie entkommen!
Die Sonne im Rücken und die Sterne des Himmels vor Augen,
Vergessen? Erinnern? Nein, alles wie Gegenwart versponnen.
Vergangenheit und Zukunft in seiner Augen Salzperlen funkeln.
Er lässt sie fallen, er lässt sie schweben, er lässt sie fliegen.
Und dann erhebt er sich und fliegt mit ihnen.
Er liebt sein Leben! Oh, er liebt sein Leben!