Magie

Warum die und warum der?
Warum nicht die,
Warum nicht der?
Diese Frage zu stellen,
Der Vernunft entbehrt,
Denn man weiß nicht,
Wie die Liebe wählt.
Sie sieht das Wahre,
Ohne Sinn und ohne Zweck,
Das, was einen
Mit Fanfaren niederstreckt
Und betäubt vor Glück
Und betäubt vor Schmerz!
Aber die Magie,
Die Magie,
Sie endet nie
Und lodert weiter
Selbst ohne Sinn und ohne Zweck.

Synästhesie der Liebe

Wie schmeckt hell?
Wie klingt salzig?
Wie riecht heiß?

Hell schmeckt von der Sonne beschienenes Haar,
Das sich in der Sommerbrise wiegt.
Salzig klingt die Träne,
Die in einer Lachfalte herunterrollt.
Heiß riecht die Haut,
Die man mit den Augen streichelt.

Die Haare
Die Lachtränen
Die Haut

Der Liebsten

Perspektiven

Was ist besser,
Den Winzer zu lieben
Oder den Wein?
Nach Liebe zu haschen,
Oder am Leben zu naschen?
Was erfüllt mehr,
Des Geistes oder
Des Fleisches Lust?
Ist doch gleich,
Wonach es beliebt.
Im Grunde vereint,
Zur Feier nichts muss,
Doch kann, wenn man will
Und soll, Leben ist Genuss.

Auf Augenhöhe

Wenn
Einsamkeit ein Loch in Herzen reißt,
Sehnsucht Leidenden Verlangen gleißt,
Heißhunger das Büffet der Gier zerlegt,

Völlerei am End in Überdruss vergeht,
Verwunderung all den Glanz bedeckt,
Und Trübsinn durch den Atem renkt,

Erkenntnis erscheint ohne Ringen,

Denn
Gemeinsam Speisen ist mehr als zu verschlingen,
Liebe ist ganz, doch nicht der Ergänzung willen,
Und kein Schmerz ist durch List und Trug zu stillen.