Ívfény

Boldog kisülésed egy villanás, ősi hevülés,
De ellenpólusod nélkül benned még remény sem ég,
Csak gondolatként rekedsz egy érzés peremén,
S mégis, lobbanásig feszülve érzed, ez nem a vég!

Re cor dare

Öleltem
tiszta szívből
engedtem.
Szerettem
tiszta szívből
lebegtem.
Elestem
tiszta szívből
remegtem.
Vesztettem
tiszta szívből
véreztem.
Felkeltem
tiszta szívből
nevettem.

Hysterese

Das Gegenteil von „simpel“ ist „komplex“, das von „komplex“ ist „simpel“. Von „simpel“ zu „komplex“ zu gelangen, ist nicht einfach. Aber von „komplex“ zu „simpel“ auch oft kopliziert. Und nicht selten kommt man woanders an, als man wohin wollte. Und auf dem Rückweg sowieso.

Vor dem Spiegel

Beim Rasieren habe ich mich heute ernsthaft gefragt, wie durch dieses Dickicht ich überhaupt an meine Haut gelange. Nein, ich habe keinen Bart, ich war mir selbst nur so fremd. Wo bin ich denn überhaupt? Und dann dachte ich, wahre Liebe erwartet nichts, und wahre Aufopferung nimmt nichts an. Die Wahrheit soll für mich aber bitte dazwischen liegen! Dann habe ich mich weiterrasiert. Zumindest den, der vor dem Spiegel stand.

Im Café …

… sitze ich. Nicht allein.
Mir gegenüber zu meiner Rechten
ein Mann und eine Frau.
Sie ihm auf der Eckbank schräg zugewandt.
Er gerade am Tisch.
Sie unterhalten sich angeregt leise.
Sie erzählt, er hört zu.
Er erzählt, sie hört zu.
Ein Dialog unter Gleichen.
Ich blicke sie an. Ein schönes Paar.
Ein Paar? Nein, voneinander zu weit entfernt auf der Bank.
Dann beugt sie sich zu ihm. Nimmt seinen Kopf in ihre Hand.
Und küsst ihn lang und zart.
Er … er … er ist überrascht.
Sie will in seine Arme von der Seit.
Gleitet zu ihm hinüber elegant.
Er öffnet zaghaft die Arme. Ein Fragezeichen.
Und ergibt sich doch recht bald.
So liegt sie halb auf seiner Brust.
Die Augen voller Tränen des Verlangens und der Traurigkeit.
Seine sind noch immer geöffnet sehr-sehr weit.
Aber er hält sie umarmt auch sehr zart.
Sie setzt sich wieder auf. Nah bei ihm.
Und unterhält sich weiter wie gehabt.
Vielleicht jetzt sind sie ein Paar.

Im Café sitze ich. Allein.
Mein Kopf ruht verträumt in meiner Hand.
Und unterhalte mich weiter mit meiner Begleitung
auch wie gehabt.