Durch die Teilung im Schöpfungsakt hat sich Gott verloren. Seine Tränen sind unsere Liebe. Er ringt mit sich, er sucht sich, er schreit nach sich. Seine Unruhe spüren wir in unserer Suche, seine Freude im Finden und seine Qual in der Trennung. Wenn wir lieben, geben wir Gott sich selbst zurück, wir haben aber auch die Bürde sein Schöpfungsopfer mitzutragen. Wir sind auf Erden, um Gott beizustehen. Und er ist für uns da, wenn wir unsere Ganzheit missen.
Licht und Liebe
Klein und verloren, ein Sklave der Gedanken,
Erinnerung und Vergangenheit fesseln, halten mich gefangen.
Ich schaue nach oben, sehe Sterne leuchten,
Die mit ihrem Feuer sich im All vergeuden.
Wer bin ich, frage ich verzweifelt, mein Herz schreit, erstickt,
Nichts und wieder nichts und meine Schmerzen unbedeutend.
Wer ich bin? Quillt aus mir hervor.
Der, der mehr ist als totes Licht!
Der, der glüht, ohne zu verglühen!
Hochmütig rufe ich, ich bin es, ihr leeren Hüllen!
Ihr Sterne ohne Gefühl, mein Licht leuchtet von innen.
Meine Liebe, Gott, meine Liebe ist das, was IST!
Selbst aus euch geboren, sehne mich nach Wahrheit,
Bestätigung bestärkt mich, das ist meiner Schwäche Klarheit.
Mensch bin ich halt! Und? Töricht, das mit Bestimmtheit,
Aber nur ich kann lieben, nichts kann mir das nehmen.
Ich lebe, liebe, welch ein Gefühl, eine Freude, ein Glück!
Meine Liebe bin bloß ich, aber unendlich und nicht unbedeutend!
So gebe ich dem Ganzen den Sinn, den ihr nicht könnt,
Verzeiht mir, das ist des Lebens Hoheit.
Coincidencia oppositorum
Leer und wütend,
Gefestigt und verloren,
Das Leben zu wenig,
Und dennoch zu viel!
Wortwall
Wenn Gedanken weh tun,
Sind Worte das Versteck,
Sind der Mantel,
In den man sich hüllt,
Den man wendet und zerknüllt
Und wegwirft und um sich legt,
Sich in den Mund stopft und ausspuckt,
Wenn man nicht mehr schreien kann.
Die Feldstärke der Liebe –
A szeretet térereje
Spürst du es in ihrer Nähe? – Érzed-e közelében?
Spürst du das Knistern der Funken? – Érzed-e szikrák ropogását?
Tust du es nicht, ist es keine Liebe. – Ha nem, akkor az nem szeretet.
Und alles was bleibt, – S mindaz ami marad,
Ist bloß Wunsch der Triebe. – Csupán ösztönök vágya.