Silencio

Ich würde gerne über Stille schreiben, gedankenleer kaum was sagen, gehaltvolles Nichts ausdrücken, nur blinzeln, schauen, umhergucken. Ich würde gerne mich nur fragen, warum dieses viele Quengeln, in meinem Kopf das Wortgeplänkel? Dann würde ich anfangen zu schweigen, meine Worte nicht verschenken, meiner Ideen nicht gedenken, Wendungen meines Geistes bannen, nur in der Stille harren. Was ist schon die Selbstkundgabe, immer wieder Ruf nach Gnade? Ja, ist es vielleicht, oder auch nicht, es sind nur meine bunten Federn, die aus Worten einen Fächer bilden, mit dem ich mir Luft zuführe, in der Stille herumrühre. Ich kann es nicht, ich versuche, ich versuche, kann mir selbst nicht widerstehen, ich finde in mir keine Ruhe. Diese Stille ist mir zu fremd, es geht nicht, Punkt, Komma, End‘! Wie kann man dem Vogel sagen, er möge doch den Schnabel halten? Und ob ich aus Fuchses Rachen luge, auch dann mit lauter Stimme rufe: Stille in mir nur vorhanden, wenn ich denke und es sage, verzeiht mir mein Gehabe.

Die Macht des Ja

In unregelmäßigen Abständen spielt mir ein Freund Gedanken des Rabbi Shaul Rosenblatt aus London zu, die ihn per Newsletter erreichen.

Anfang Oktober standen folgende Zeilen in meiner Mailbox:

„There is no difference between human and animal.“ (Yom Kippur prayers)

und Rabbi Rosenblatt erläuterte weiter:

„This can be read differently – ’no‘ is the difference between human and an animal. A man can say no, an animal cannot. An animal is driven by its desires and instincts. A hungry lion cannot help but hunt and eat. A hungry human being can choose to eat or not. It is this ability to say ’no‘ that makes us human.“

Ich antwortete meinem Freund auch diesmal prompt, wie so oft, und teile ihm meine etwas abweichende Meinung zu dem Thema mit, auch wie so oft.

Nicht, dass der Rabbi in meinen Augen unrecht hätte, ich sehe es nur ein bisschen anders, denn seine Deutung stimmt nur bedingt mit meinem Bild von der Welt überein.

Nein sagen zu können unterscheidet uns wahrhaftig vom Tier, denn in der Lage sind wir gewiss, bewusst etwas Schlechtes zu unterdrücken. Doch Ja sagen zu können macht uns erst zum höheren Wesen, dem Menschen, denn nur auf diese Weise entscheiden wir uns gezielt für etwas Gutes.

Nein ist ein Dagegen. Ja ist ein Dafür. Ich bin wegen des Letzteren ein Mensch und wegen des Ersteren kein Tier.

Und wozu sagt Gott Ja, so dass wir ihm in dieser Hinsicht untergeordnet, und er über uns steht? Des Menschen Nein ist in diesem Fall sein Zweifel, doch Gottes Ja sein unerschütterliches Vertrauen in uns. Nicht der unsere, sondern sein Glaube schlägt eine leuchtende Brücke in die Menschenwelt, auf der an seiner ausgestreckten Hand wir wandeln unserem Lebensweg entlang.

Aber sag‘, Rabbi, gibt es denn Gott, und wie ist er? Du schweigst? Vielleicht weißt du es selbst nicht. Doch ob Jude, Moslem oder Christ, Buddhist oder Atheist, niemand kann leugnen, die Liebe ist allgegenwärtig!

… und bei jedem Schritt auf der Brücke flüstere ich mein ewiges Mantra, das einfache Ja zur Liebe.

Mi a végtelen?

Marék könny, mely átfut az éteren?
Tán torkaszakadt néma sóhaj?
Bukdácsololó vágy az élet hevén?
A végtelen csak egy pillanat,
Egy ölelés, csók, kitárt szeretet,
A végtelen vagy te meg én,
Két párhuzamos tovafény
Egybefonva a tejút szegén.

Glow

Ich weiß nicht,
wie man es bezeichnen kann.
Ist es ein Leuchten der Augen?
Das Hautschimmern im Morgenschein?
Die Silhoutette an der Wand?
Oder der feine Wink einer Hand?
Oder die Seele, die einem sagt,
Sie ist die eine, die zu dir passt.